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Gesundheitsfonds 2009 – na dann gute Besserung
Die Gesundheitsreform ist in vollem Gang und schon Anfang des neuen Jahres kommt eine Veränderung hinsichtlich der Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen auf uns zu. Höhere Ausgaben im Gesundheitswesen sind ein entscheidender Grund für die Entstehung des so genannten Gesundheitsfonds. Die Honorare der Ärzte wurden angehoben, Krankenhäuser benötigen mehr Geld und die Kosten für Arzneimittel steigen ebenso.
Der Gesundheitsfonds stellt eine Neuorganisation zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Ab 01. Jan. 2009 werden in ihm alle Beiträge der Versicherten gesammelt und an die Kassen nach einem bestimmten Verteilungsschema weitergegeben. Den neuen, einheitlichen Beitragssatz hat die Bundesregierung festgelegt, nachdem sie die Empfehlungen eines Schätzerkreises bestehend aus Fachleuten des zuständigen Bundesversicherungsamtes, des Gesundheitsministeriums und der Krankenkassen berücksichtigt hat. Der neue Satz, welcher zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen wird, liegt bei 14,6% zuzüglich eines 0,9% Anteils welcher der Arbeitnehmer alleine tragen muss, d.h. der Arbeitnehmeranteil liegt ab 2009 bei 8,2%. Das bedeutet für die ca. 45 Millionen günstig Versicherten höhere Beiträge um bis zu 712,80 Euro pro Jahr. Dies betrifft vor allem Mitglieder von Betriebs- und Innungskrankenkassen – Kunden von Ersatzkrankenkassen oder allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) werden kaum einen Unterschied merken.
Die Verteilung der Gelder an die Kassen erfolgt nach Bedarf. Jede Krankenkasse erhält pro Mitglied eine bestimmte Pauschale, sowie Zu- und Abschläge bezüglich Alter, Geschlecht und Krankheit. In der Fachsprache bezeichnet man dies als Morbiditätsorientierter Risikoausgleich (RSA). Das bedeutet nun, je mehr eine Kasse an kranken und alten Mitglieder hat, desto mehr Geld erhält sie und umgekehrt. Sollten die Beiträge wider Erwarten die Kosten nicht abdecken, kann die Kasse einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben. Dieser beträgt etwa 8 Euro ohne Berücksichtigung des Gehalts oder höchstens 1% des Einkommens. Umgekehrt können Überschüsse in Form von Prämien an ihre Mitglieder zurückerstattet werden.
Mit Hilfe des Gesundheitsfonds sollen die Krankenkassen zu mehr Wirtschaftlichkeit gezwungen werden. Kleine Krankenkassen werden mit größeren fusionieren, wodurch diese mehr Marktmacht erlangen.
Für Studenten bedeutet das, mit dem Gesundheitsfond wird auch für sie eine Beitragserhöhung kommen, da sich der Beitrag zur studentischen Krankenversicherung immer am durchschnttlichen Beitragsatz aller gesetzlichen Krankenkassen orientiert hat. Neu ist allerdings, daß der Student je nach gewählter Krankenkasse eventuell einen Zusatzbeitrag zahlen muss.

