Wie wird man eigentlich Berufsunfähig?
Alle Welt redet darüber wie wichtig es ist, sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Als Student ist einem in der Regel aber relativ unklar, wie so ein Risiko eigentlich aussieht.
Es gibt allerdings sehr präzise Zahlen warum Menschen berufsunfähig werden und wie hoch das Risiko ist. Aktuell geht man davon aus, dass jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte in Deutschland vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters aus seinem Beruf aussteigen muss.
Für viele Menschen ist es überraschend, dass der größte Teil von Berufsunfähigkeit psychische Ursachen hat. Und wir reden hier nicht von Wahnsinn oder Schizophrenie, sondern die meisten (gerade Angestellte) Menschen leiden unter dem Burn-out-Symptomen oder Mobbing am Arbeitsplatz. Und so etwas lässt sich für niemand wirklich ausschließen.
Aus diesem Grund ist auch die nach wie vor weit verbreitete Unfallversicherung keine wirkliche Alternative zum Berufsunfähigkeitsschutz: Weniger als 10 % aller Fälle von Berufsunfähigkeit sind auf Unfälle zurückzuführen.
Hier ein Überblick zu den häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit.
Eine Absicherung gegen dieses Risiko ist auch schon im Studium sehr wichtig. Wenn man in dem gewünschten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann, ist im Zweifel das gesamte Studium umsonst. Oder aber man ist vielleicht bereits gesundheitlich vorbelastet, so dass man den Schutz nur unter Auflagen oder auch gar nicht mehr erhält.
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Kleingedrucktes
In der Jungen Karriere gibt es einen interessanten Artikel zum Thema Versicherung und Studnet. Besonders hilfreich ist der Hinweis auf welche Inhalte man beim Abschluss einer BU-Versicherung achten sollte. Das sind:
Leistung ab Eintritt: Manche Versicherer bestehen auf einer Wartezeit von sechs Monaten. Erst ab dem siebten Monat Krankheit gibt’s Geld. Das ist schlecht. Gute Tarife zahlen rückwirkend ab Beginn der Berufsunfähigkeit.
Rückwirkende Leistungen: Um auch Leistungen für die Vergangenheit zu erhalten, falls man den Versicherungsfall nicht umgehend hat melden können, sollte eine BU diese Klausel unbedingt enthalten.
Erhöhung der Leisung: Bei Berufsstart, Hochzeit, Aufstieg oder Familienzuwachs sollte es möglich sein, die Höhe der monatlichen Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung anzuheben.
Weltweiter Schutz: Die BU-Rente wird gezahlt, egal wo einen der Unfall oder die Krankheit ereilte. Nötige ärztliche Untersuchungen sollten auch im Ausland vorgenommen werden können.
Verzicht auf abstrakte Weisung: Dabei verzichtet die Versicherung darauf, einem im Krankheitsfall die Leistung zu versagen, weil man ja einen artverwandten Beruf ausüben könne.
Prognosezeitraum: Gibt an, wie lange der Patient voraussichtlich nicht arbeiten kann und wann die Police einspringen muss. Schlecht: voraussichtlich dauerhaft (dann sind drei Jahre Krankheit Voraussetzung). Gut: sechs Monate. Das ist heute fast üblich.
Quelle: http://www.karriere.de/beruf/was-zahlt-die-versicherung-8954/3/
Unfähig?
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